Delegieren geht nicht!
25. Mai 2016

Die drei Rollen – Der dreifache Blick

Wie Sie zu einer „multiplen Persönlichkeit“ werden, ohne durchzudrehen!

Es gibt Tage, an denen hat man das Gefühl, neben sich zu stehen. Man ist unkonzentriert – was sonst klappt, misslingt. Normalerweise ist es nicht von Vorteil, wenn Sie neben sich stehen. Ich möchte Sie heute dennoch einladen, einen Schritt neben sich zu machen und Ihre berufliche Tätigkeit einmal aus anderer Perspektive als gewohnt zu betrachten.

Sie sind als Logopädin, Ergotherapeutin oder Physiotherapeutin eine ausgewiesene Fachkraft. Sie haben Ihren Beruf von der Pieke an gelernt. Sie wissen, was Sie tun – und Ihre Patienten schätzen Ihre fachliche Kompetenz. Als Inhaberin einer Praxis sind Sie aber nicht nur Gesundheitsexpertin in Ihrer Disziplin, Sie sind zudem auch Managerin und Unternehmerin. Zumindest sollten Sie es sein, um nachhaltig Erfolg zu haben. Sie haben in Ihrer Praxis damit drei Rollen, sie arbeiten gewissenmaßen in drei Berufen.

Damit Sie sich in jeder dieser Rolle selbst wahrnehmen können, müssen Sie sie von Zeit zu Zeit verlassen. Obwohl sie geistig völlig normal sind, werden Sie so zur „multiplen Persönlichkeit“: Aus der Therapeutin wird eine Managerin, aus dieser wiederum eine Unternehmerin. In jeder Rolle kontrollieren Sie sich selbst. Sie stehen neben sich und sehen das, was Sie tun, quasi von außen.

Die drei genannten Rollen gibt es in jedem Unternehmen – ganz gleich, wie groß

oder klein der Betrieb ist. In Ihrer Praxis müssen Sie in einer Person als Fachkraft, Managerin und Unternehmerin gleichzeitig denken.

Sie denken, das kann nicht gutgehen? Doch, es geht! Üben Sie den dreifachen Blick! Ich möchte Ihnen zeigen, wodurch sich die Rollen unterscheiden.

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  • Blick 1: Fachkraft

Die Fachkraft sieht die Patienten, die behandelt werden müssen. In ihrer eigenen Wahrnehmung ist nur das wirkliche Arbeit, wenn sie Patienten behandelt. Alles andere, was in der Praxis zu tun ist, empfindet sie als unproduktive Nebentätigkeit – Verwaltung, Telefonieren, Putzen. Fachkräfte erledigen alle anstehenden Arbeiten selbst.

 

  • Blick 2: Managerin

Eine Managerin erledigt die Arbeit nicht direkt. Ihr Job besteht darin, ein System aufzubauen, in dem die Arbeit von Fachkräften erledigt wird. Die Managerin betrachtet Arbeitsabläufe, Auslastung, Wirtschaftlichkeit. Ihre Arbeit besteht darin, Ablauforganisationen zu managen, das Controlling sowie die Kommunikation im Blick zu haben. Die Managerin arbeitet im Unternehmen.

 

  • Blick 3: Unternehmerin

Die Unternehmerin sieht von außen auf die Praxis, gibt die Richtung einer Geschäftsidee vor. Bei unternehmerischem Denken und Handelt geht es um Gestaltung, nicht um fachliche Anwendung oder um organisatorisches Management. Die Unternehmerin arbeitet am Unternehmen. Sie muss wissen: Welche Vision steht hinter der Praxis? Wie soll die Praxis positioniert sein? Welche Ressourcen müssen beschafft werden? Welchem Ziel dient die Praxis – jenseits der wirtschaftlichen Fragen? Und wie kann die Praxisnachfolge geregelt werden?

 

Auf dieser Webseite geht es darum, wie Sie den dreifachen Blick als Therapeutin, Managerin und Unternehmerin im Alltag realisieren können und alle drei Rollen erfolgreich ausfüllen. Durch meine langjährige betriebswirtschaftliche Beratungskompetenz weiß ich, welche Hinweise Ihnen für Ihre Praxis wirklich weiterhelfen.

 

Wenn Sie mir Rückmeldung oder Anregungen geben möchten, schreiben Sie mir oder rufen Sie mich einfach an. Ich freue mich darauf.

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